Deutsche Interessengemeinschaft für
Erbrecht und Vorsorge e.V. - DIGEV

Der 13. September ist der „Internationale Tag des Testaments“

Im Jahr 2011 riefen gemeinnützige Organisationen den „Internationale Tag des Testaments“ aus. Ursprünglich sollte er die Bevölkerung auf die Testamentsspende zugunsten gemeinnütziger Organisationen aufmerksam machen. Heute erfreut sich der Gedenktag zunehmender Akzeptanz und bietet Gelegenheit sich mit dem Thema Erben und Vererben zu befassen.

Wozu ein Testament? Geht man von repräsentativen Umfragen der letzten Jahre aus, die die“ DVEV e.V.“ und die Initiative „Mein Erbe tut Gutes“ durchgeführt haben, machen etwa dreiviertel der Erwachsenen kein Testament und vertrauen auf das gesetzliche Erbrecht. Es ist im Bürgerlichen Gesetzbuch umfassend geregelt, geht allerdings von den Interessen und der Versorgung der eigenen Familie aus. Es bietet starre Regeln, die keinen Gestaltungsspielraum lassen. Sollen besondere Familienkonstellationen berücksichtigt werden, Freunde bedacht werden oder soll eine gemeinnützige Organisation profitieren, dann sieht dies das gesetzliche Erbrecht nicht vor. In diesen Fällen muss ein Testament verfasst werden.

Wie sieht ein rechtswirksames Testament aus? Informationen, Hilfe und Orientierung findet der Ratsuchende an verschiedenen Stellen. Viele gemeinnützige Organisationen halten Erbschaftsbroschüren bereit, die die erbrechtlichen Zusammenhänge erklären und einen Einstieg in das Thema bieten. Deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter helfen gerne bei Fragen. Weitere Orientierung bietet die Homepage der „Deutschen Vereinigung für Erbrecht und Vermögensnachfolge e.V.“ (www.dvev.de) , z.B. gibt sie Tipps, beinhaltet ein erbrechtliches Wörterbuch, Formulierungshilfen, Fragen und Antworten, Broschüren, neueste Rechtsprechung, Vorträge, Gesetzestexte und schließlich unter „Mitgliedersuche“ eine Auflistung von Rechtsanwälten, die den Ratsuchenden persönlich beraten können.


Am 19.6.2006 wurde die DIGEV gegründet. Sie feiert in diesem Jahr ihr 10-jähriges Bestehen.

Aufgrund der zahlreichen Anfragen gemeinnütziger Organisationen nach Unterstützung ihres Erbschaftsfundraisings, hatten die Rechtsanwälte und Fachanwälte für Erbrecht Michael Rudolf und Jan Bittler die Idee, ein Netzwerk zwischen Rechtsanwälten mit Schwerpunkt Erbrecht und den gemeinnützigen Organisationen zu gründen. Der erste Schritt dazu war die Vereinsgründung „Deutsche Interessengemeinschaft für Erbrecht und Vorsorge e.V.“, kurz DIGEV. Mit die ersten Kooperationsmitglieder waren die Malteser Stiftung und die Heilsarmee.

Um der wachsenden Nachfrage nach Unterstützung gerecht zu werden, übernahm 2009 Rechtsanwältin Ilona Martini die Organisation und die Vereinskommunikation, und somit bekam die DIGEV ihr „Gesicht“: Die Homepage wurde erstellt, Flyer und andere Printmedien in Umlauf gebracht, die Zusammenarbeit mit den Förder- und Kooperationsmitgliedern intensiviert, der DIGEV-Newsletter ins Leben gerufen, etc.. Gerne werden Gelegenheiten wahrgenommen, die DIGEV den Fundraisern und den Erbrechtsanwälten auf Seminaren und Tagungen vorzustellen und ihre Leistungen bekannt zu machen. Oft ist dies gepaart mit Einladungen an Ilona Martini, Michael Rudolf und Jan Bittler, Vorträge und Workshops zum Erbrecht und Erbschaftsfundraising zu halten.

Seit 2012 gibt es die DIGEV-Praxisseminare Fundraising und Erbrecht. Ein bis zwei Mal im Jahr werden in Tagesseminaren erbrechtliche Themen, die für gemeinnützige Organisationen wichtig sind, wie das gesetzliche Erbrecht, das Testament und die Abwicklung des Nachlasses, angeboten. Ein weiterer Schwerpunkt der Reihe ist das Erbschaftsfundraising. Die Beziehung zum Testamentsspender, das Tabuthema Tod, der Einstieg ins Erbschaftsfundraising sind z.B. bisher behandelt worden.

Inzwischen ist die DIGEV auf über 50 Kooperationsmitglieder und 143 Fördermitglieder angewachsen. Wir bedanken uns für das Vertrauen der Mitglieder und freuen uns auf eine weitere gute und gedeihliche Zusammenarbeit.